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Plochinger Biber

Es ist mittlerweile allgemein bekannt, dass die Biber sich ausbreiten. Den Biber bekommt mantagsüber nicht zu sehen. Man sieht nur an den Bäumen die Spuren seiner Aktivitäten.Als reiner Vegetarier benötigt der Biber immer wieder frische Blätter, Rinde und dünne Zweige. Aus diesem Grunde nagt er geschickt die Bäume so an, dass sie umfallen und er an seine Nahrung kommt. Bei uns leben die Biber in Höhlen mit Zugang unter Wasser und gestalten die Landschaft nicht neu durch Biberburgen, wie sie es sonst machen. Die Biberburgen dienen ihnen als Schutz für ihre Behausung und Vorratskammer. Unseren Aktiven sind jetzt schöne Aufnahmen mit der Wildkamera von den nächtlichen Aktivitäten eines Bibers gelungen.

H.W., KW 51


Honigbiene gegen Wildbienen

Rettet die Bienen! Diese Aktion und geänderte Umweltgesetze sind in aller Munde. Unserer Ortsgruppe ist es ein Anliegen darauf hinzuweisen, dass mit den Bienen nur nicht die Honigbiene, eines der am häufigsten gehaltenen Nutztiere, gemeint ist, sondern vor allem die fast 600 Arten Wildbienen in Deutschland. Wildbienen leben im Gegensatz zu Honigbienen nicht in „Staaten“ sondern meist als Solitärbienen. Häufig sind sie auf bestimmte Pflanzen angewiesen und kommen nur mit diesen zusammen vor. Durch eine Zunahme der Zahl der Honigbienen, auch in Städten, werden diese für die Wildbienen zu Nahrungskonkurrenten. Mittlerweile weiß man auch, dass Krankheiten der Honigbiene, wie die Varroa Milbe, auf Wildbienen übertragen werden, nur haben diese keinen Imker, der ihnen hilft. Die Einzelbiene ist dann bei Befall verschwunden. Deswegen ist eine vielfältige, giftfreie Natur das Beste, was den Wildbienen hilft.

H.W. KW 50


Vogelfütterung

Vogelfütterung wird insbesondere im Winter vielfach praktiziert. Es schafft die Möglichkeit, Vögel aus relativer Nähe zu beobachten, zu fotografieren und insbesondere Kindern und Jugendlichen Kenntnisse über Vögel beizubringen. Einige Dinge sind dabei zu beachten. An den Futterstellen sollen die Vögel möglichst nicht im Futter herumhüpfen können und das Futter sollte vor Nässe geschützt werden. Besonders geeignet sind hierzu Futtersilos, die auch relativ wenig pflegeaufwendig sind. Futterhäuser sollten regelmäßig gereinigt werden. Denken sie an den eigenen Infektionsschutz und tragen dabei Handschuhe. Futterstellen sollen so aufgestellt werden, dass Bäume und Sträucher Schutz vor Katzen und Sperbern bieten. Grundfutter sind Sonnenblumenkerne (geschälte machen weniger Abfall), Erdnüsse und andere Körner. Meisen, Kleiber und Buntspechte lieben auch fetthaltiges Futter. Knödel sollten ohne Plastiknetz sein, da sich Vögel darin verheddern können. Für Weichfutterfresser wie Rotkehlchen, Zaunkönig, Heckenbraunelle und Amsel sollten in Bodennähe Rosinen, Obst, Beeren und Kleie angeboten werden ggf. in speziellen Futtersilos. Futterstellen sind regelmäßig zu reinigen, um keine Ratten anzulocken. Die beste Fütterung sind aber naturnahes Gärtnern und hier Erhalt der Streuobstwiesen.

H.W., KW. 49


Singen lernen

KW 48

Etwa die Hälfte aller Vogelarten weltweit gehört zu den Singvögeln. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht nur Rufe zur Kommunikation benutzen, sondern auch Gesänge, eine deutlich komplexere Abfolge an Lauten. Zu den Singvögeln gehören so bekannte Sänger, wie das Rotkehlchen, eher schlichtere, wie der Haussperling und eher unerwartete, wie die Krähenvögel. Der arteigene Gesang muss jedoch von allen erlernt werden. Das beginnt bei vielen Arten bereits, wenn der Jungvogel gerade flügge geworden ist. In dieser Zeit, kann er noch nicht selbst singen, aber er hört die Gesänge seiner Eltern und Nachbarn und merkt sich diese. Monate später versucht er diese gehörten Gesänge selbst wiederzugeben. Ähnlich wie in der „Brabbel“- Phase bei Kleinkindern, wird dieser noch nicht ausgereifte Gesang so lange moduliert, bis er sich, wie der der Vorbilder anhört. Da sie in der Regel sehr leise üben, hört man sowas leider kaum, jedoch, mit etwas Glück, sitzt derzeit eine Amsel in der Hecke und erprobt fleißig ihren Gesang.

S.W., KW 48

Etw sitzt derzeit eine Amsel in der Hecke und erprobt fleißig ihren Gesang.


Reinigung der Schwalbennester

An dieser Stelle haben wir schon öfters über die Mehlschwalbenpopulation in Plochingen und Reichenbach berichtet. Das Jahr 2020 war ein gutes Schwalbenjahr, unsere Nester waren mit ca. 50% sehr gut belegt. Da die Schwalben seit ca. zwei Monaten weg sind, haben wir die von uns betreuten Nester gereinigt, instandgesetzt und neue montiert. Dabei haben wir relativ viele Totvögel gefunden, die wahrscheinlich verdurstet oder wegen des Insektenmangels verhungert sind. Ein herzliches Dankeschön an Holger, der uns immer unterstützt!

G.F., KW 47